Bali 26.3 - 3.4.1999
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Motivation
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Ich war damals mit einer Frau zusammen die schon 3 Kinder hatte, nennen wir sie Monika. Monika war ausser in Europa (inlk. Türkei) noch nicht grad weit gekommen. Tja, irgendwie waren wegen Ihrem Job plötzlich Moneten da, die entweder in die Kleinen oder in eine Reise für uns Beide gesteckt werden konnte. Klar war, was hier gewählt wurde. Wohin mit so Jemandem? Klar, die Götterinsel Bali, Kultur und Paradies in Einem. Jetzt die Suche nach dem Hotel. Nusa Dua Beach Hotel, gefunden und ich spendete noch eine Privattour rings um Bali dazu. Die Zeit ging nicht mehr vorbei als wir gebucht hatten. Aber endlich nach langem war der Tag X da.

Anreise
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2.Juli 1999. Am Abend vorher checkten wir am Bahnhof Bern ein und fuhren zu Monika nach Hause. So, Kinder abgeben und noch mal so richtig gemeinsam die Vorfreude geniessen. Endlich Morgen 6:00! Raus und ab nach Zürich. Wir bohrten uns schon fast die Fingernägel in unsere Hände, als es durch den Zoll ging, aber da war sie schon unsere Maschine ins Land der Götter. Eine Cathay Pacific Boing 747 Flug CX290. Rein da und bequem machen. 11:55 das Teil rauscht ab und wir sehen unter uns Zürich kleiner werden. Mit grünen Socken und einer grünen Augenbinde die uns mit einem Zahnbürstchen abgegeben wurde, versuchten wir den Flug der Träume zu überleben. Sqriiit... 6:00 in Honkong. Gott! Wo ist hier eine Rauchmöglichkeit. Wir fanden einen winzigen Raum in dem man wirklich nichts sah und der bis obenhin mit Rauchern gefüllt war. Rein da und ne Zigi paffen. Hust! Und raus wieder. Ja wir mussten 4 Stunden auf dem Flughafen warten bis endlich 10:10 Flug CX785 nach Denpasar Bali abflog. Ich konnte wirklich dieses Flugfutter nicht mehr sehen und Monika mampfte, was der Flieger hergab. 15Uhr Landung in Denpasar! Schon am Flughafen die typischen balinesischen Säulen und Skulpturen. Eine Freude das zu sehen. Sandy unser zugeordneter Reiseführer wartete schon mit einem Bus, inklusive Fahrer, auf uns. So los! Nichts wie endlich ins Nusa Dua Beach Hotel.

Nusa Dua Beach Hotel
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Eine umwerfende Hotelanlage der obersten Güteklasse. Es ist ein riesiger balinesischer Tempel und bietet einfach alles. Super Spa und sogar ein kleines Krankenhaus mit Arzt. Nun Zimmer fassen und ab an den Strand die Füsse in den Sand graben. Toll! Noch ein Willkommensdrink und alles vom Fliegen vergessen. Im Pool wurden uns noch einige Kokosnüsse und Ananasse mit Drinks gereicht, bevor wir mal so richtig die Anlage besichtigten. Überall roch es nach Weihrauch und Gewürzen und das Hotel war aufs peinlichste sauber. Wir gönnten uns natürlich ein Delux Zimmer mit Durchgang vom riesigen Bett in die Badewanne. Ach, dann der Sonnenuntergang auf dem Balkon, die Musik vom Spa und die Fledermäuschen die rumschwirrten, die Gerüche. Am Nächsten Tag wurde zuerst das Morgenbuffet ausgiebig ausgekostet. Es hatte einfach Alles was man sich wünscht. Chinesisch, Balinesisch oder Amerikanisch. Danach Muscheln suchen am Strand. Und und und.

Auf den Spuren der Götter 1.Tag
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5.Juli, wir mussten das Zimmer räumen und es ging auf die Privatrundreise. Sandy war wieder da. Er lud unsere Koffer ein und erklärte uns, in Deutsch, wies um uns steht. Nebenbei fuhr der Fahrer an den schönsten Gebilden und Tempeln vorbei. Überall arbeiteten die fleissigen Leute und es war ein richtiges Treiben und Handeln hier. Als erstes wurden wir nach Batubulan zu einer Barong- und Kristanzvorstellung gebracht. Hmm, die hübschen Mädels mit den genialen Verrenkungen. Pssst! Weiter ging es Richtung Ubud ins Landesinnere. Es ist ein Traum durch die tropische Vegetation zu brausen. In einem für 6 Leute grossen Bus, klimatisiert, einem Fahrer und Sandy der Reiseführer. Wir kamen uns auch wie Götter vor. Ein Zwischenstop in Celuk bei einer Silberschmuck Firma. Und schon bekam Monika eine komplette filigrane Schmuckgarnitur aus zarten Kinderhänden gezaubert. Auch eine Holzschnitzerei besuchten wir, diese jedoch in Mas und natürlich kaufte ich mir eine Barongmaske. Wir sind ja dahin gekommen, oder eher gebracht worden, um zu Kaufen. Sandy bekam 10%, er antwortete jedoch etwas verlegen auf meine direkte Frage. Nun, in Ubud besuchten wir das Kunstmuseum, was uns aber nicht sonderlich bewegte, Bilder, tja. Aber der Markt war dann schon ganz anders. Ich war in meinem Element, enge Gässchen und alle wollen Dir dort was andrehen. Durch einen Tempel flohen wir in ein kleines Restaurant und tranken mal ein Bierchen im Paradies. Weiterfahrt nach Goa Gaja Elefanten Felsentempel. Das ist ein schöner, grosser Tempel um eine Höhle mit Elefantenkopf am Eingang. In der Höhle sind Nischen in denen ein weibliches und ein männliches Geschlechtsteil aus Steinen dargestellt waren. Zurück nach Ubud ins Hotel Villa Bukit. Toll die Aussicht auf den Fluss und das Tal zu Füssen. Tschungel, Tropik und Opfergaben, wo das Auge hinreichte.

Auf den Spuren der Götter 2.Tag
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Am nächsten Morgen fuhren wir zuerst in ein Dörfchen aus ganz alter urbalinesicher Zeit. Tenganan ist wirklich überschaubar. Nun aber nach Tegalalang und dort die wunderschönen Reisterassen beäugen. Beim Wassertempel Gunungkawi opferten wir, mit Sarong bekleidet, etwas Dollars für eine gute Ernte. Nun ging’s ganz in den Norden. Unterwegs hielten wir einfach mal an und schauten uns die wildwachsenden Pflanzen an. Papaya, Kaffe, Schlangenhautfrüchte, Bananen, Kokosnüsse einfach Alles an der Strasse. So, weiter nach Kintamani und ein Bierchen mit Aussicht auf den Mt. Batur Vulkan und dessen Kratersee. Der Vulkan hustete mit einigen Räuchlein, damit wir auch wissen, dass er noch aktiv ist. Ganz im Norden bei Singaraja genossen wir das Mittagessen an einem schwarzen Vulkansandstrand. Also ja, es war nicht gerade das non plus ultra dort. Aber nun ging’s zum Ulun Danu Tempel. Das ist dieser Tempel, den man immer auf den Bali Ferienprospekten sieht. Danach Abstecher in den Markt von Bedugul, einem kleinen Bergdorf. Hier kauften wir uns Gewürze für Zuhause, ganz frisch und spotbillig. In Pacung richteten wir im Hotel Pacung unser Nachtlager ein. Mit etwas Sonnenbrandsalbe versuchte ich die überdimensionalen Mückenstiche zu behandeln. Wieder eine traumhafte Aussicht auf Reisterassen mit einem umwerfenden Sonnenuntergang dazu.

Auf den Spuren der Götter 3.Tag
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Am Morgen versuchte ich, nach dem ausgiebigen Frühstück, das Spielen traditioneller Instrumente bei zwei Mönchen die musizierten. *Lach, das war ja ein Ding. Der Alas Kedaton Affentempel im Affenwald war ein Erlebnis. Fliegende Hunde und Affen, die nätürlich auf so dumme Touristen wie uns warteten, um damit wir sie füttern. Alle Tierchen in einem Tempel sind in Bali heilig und geniessen absolute Privilegien. Weiter nach Süden in den Königs Tempel Taman Ayun. Schade, der Wasserring um die Anlage war trockengelegt wegen Bauarbeiten. Aber auch so, sehr beeindruckend diese riesige Anlage. Der Aufstieg auf den Glockenturm war etwas riskant, ohne Geländer, aber los rauf da. Nur Sandy, der Höhenangst hat, wollte nicht. Die lange Fahrt bis zum Tanah Lot Tempel im Süden Balis verkürzten wir uns mit einer Besichtigung einer Ziegelei. Ha, alles wurde hier von Hand gemacht und zum Feuern brauchten sie die grünen Schalen der Kokosnüsse. Endlich beim Tanah Lot, gabs etwas zu Essen. Natürlich wunderbar traditionelles, balinesisches, mit Sate. Unten beim Tempel konnte man bei Ebbe die schlafenden Wasserschlangen streicheln, *gänsehaut, nun war es aber schon spät geworden, und es hiess zurück ins Nusa Dua Beach Hotel, noch eine Woche die Beine hochlagern.

Nusa Dua
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Die nächsten Tage genossen wir mit Flanieren und Baden, Schnorcheln und Sonnenbaden. Ganz gut war, als wir mit dem Sarong bekleidet ins Einkaufsviertel des Nusa Dua Parks kamen. Vier Frauen stürzten sich auf Monika, rissen Ihr den Sarong runter bis sie nur noch in Unterhöschen dastand und knoteten das Teil wieder korrekt zusammen. Irgend etwas war da nicht ganz sauber verknotet gewesen. Ja, also wir waren ausser den Einheimischen, die den Sarong immer anhaben, die Einzigen die sich trauten. Aber dafür wurden wir überall ganz herzlich empfangen und mit salamat datang begrüsst. Uns zog es natürlich noch einmal nach Ubud auf den Markt und da wir wussten, das die Taxis mit Zähler am preiswertesten sind, riefen wir Eins zum Hotel und fuhren die 1,5 Stunden nach Udub. Der Fahrer wartete etwa vier Stunden auf uns. In dieser Zeit deckten wir uns mit jensten Geschenken und Kleidern ein. Märteten alles herunter und hatten einen riesigen Spass. Zurück beim Fahrer spendierten wir ihm noch ein Bierchen und fuhren zurück. Das ganze Taxi kostete knapp 20,-SFr. Nun, Sandy hatte wir schon vorher gesagt, das wir noch den Besakih Muttertempel sehen wollen. Und er stand wie abgemacht am Dienstag da.

Besakih Tagestrip
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Wieder Privattour mit dem Bus, dieses mal zum Besakih Muttertempel. Also diese Anlage ist einfach echt unbeschreiblich und riesengross. Überall vergoldet und verziert bis ins kleinste Detail. Nur mühsam ist der Aufstieg, da dieser Tempel schon weit oben am Mt. Agung gebaut ist. Treppen für etwa 300 Meter und Strasse die 300 Meter Höhe überwinden, sind zu Fuss angezeigt. Natürlich warten hungrige Strassenverkäufer auf Touristen, die das Schnauben und Schnaufen all zu gerne unterbrechen wollen. Danach fuhren wir weiter zum Goa Lawah Tempel. Dieser wurde um den Eingang einer Vulkanhöhle gebaut. In dieser Höhle lebten tausende von riesigen Fledermäuse, die noch aussen um den Höhleneingang hingen. Wir haben es hier wenigstens geschafft, direkt in ein Tempelfest zu platzen. Hunderte Balinesen mit tausenden Geschenken, Opfergaben und tausenden Räucherstäbchen, inklusive die betörende balinesische Musik verzauberten unseren Aufenthalt in dieser Tempelanlage. So, noch runter zum Strand. Auch hier kein weisser Korallensand, nein kohlerabenschwarzer Vulkansand. Sofort ein Probe nehmen und noch die hiesige Salzgewinnungsanlage bestaunen. Ja, hier wird Salz etwas anders hergestellt. Man begiesse den Sand oft mit Meerwasser und lasse das immer wieder trocknen. Die krustige Oberfläche wird zusammengeschaufelt und mit Wasser verdünnt, so dass sich in einem Bottich der Restsand sammelt. Nun die Salzlösung in halbe Bambusröhren giessen und trocknen lassen. Das Salz aus den Röhren kratzen und fertig. Leider ist auch dieser Tag viel zu schnell zu Ende gegangen und wir besuchen als Letztes den alte Klungkung Plast. Hier steht noch ein Gerichtssaal in dem die ganze Decke mit Bestrafungen nach dem Tod bemalt sind.

Nusa Dua zum Letzten
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So, den Rest der Tage lassen wir uns nun noch richtig verwöhnen und bedienen im Nusa Dua Beach Hotel. Eine echt aufregende Sache war der abendliche Besuch des Spas, mit Dampfbad und Heisswasserblubberbad. Dazu Sauna und das eiskalte Abschreckbecken. Massagen und Wellnes von oben bis unten. Der absolute Schrei war eine vier stündige, vollkörper, balinesische Traditionsmassage. Zuerst mal ein kräftiges Teelein und dazu ein Blütensud zum Geist und Seele zu befreien. Danach etwas liegen und die Füsse mit Ölen der besondern balinesischen Art einreiben und massieren lassen. Mit Lotusblüten, nicht mit den Händen direkt, wird man eingerieben und geölt. Und der Duft, die Musik und die hübschen Balinesinnen. Ach, dann wurde es etwas ruppiger. Ab auf den Schragen und mit Vulkanerdepaste von oben bis unten bestreichen lassen. Trocknen und mit kräftiger Hand abrubbeln lassen. Fertig ist ein Ganzkörperpeeling. So jetzt etwas Entspannen im Lotusblüten Bad und danach wird das Haar eingeölt und massiert. Das Gesicht wird mit einer Art Joghurt beschmiert, auf das könnte ich ja echt verzichten, abgewischt und mit wieder einem speziellem anderen Öl das Gesicht massiert. Danach unter einen Wasserfall aus warmen Wasser stehen und noch mal alles eincremen lassen. Fertig! Ja man fühlt sich neu Geboren danach. Das Hotel bot uns wirklich alles was nötig ist. Eine Gruppe von Musikanten konnten Polo Hofer Sound Spielen ... was mich eher stärker irritierte, statt mich zu freuen.

Heimreise
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Aber ja alle Träume haben wieder ein Erwachen. Und dies war genau am Donnerstag dem 15 Juli 1999 als um 16:15 unser Flugzeug nach Honkong startete. Danach nach Zürich und Bern... aus der Traum.

Bildergalerie
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Eingang des Nusa Dua Beach Resorts (20KB)
Salzgewinnung am schwarzen Vulkanstrand (20KB)
Tanah Lot Tempel (20KB)
Massage und Wellness im Nusa Dua (20KB)
Tegalalang Reisterassen (20KB)
Tenganan Urdorf auf Bali (20KB)
Goa Lawah Fledermaushölen (20KB)
Bierchen in Ubud (20KB)
Pura Ulun Danu Tempel am Batur See (20KB)
Hotel in Bedung (20KB)
Taman Ayun Tempel (20KB)
Ich im Sarong in Ubud (20KB)
Hotel in Ubud (20KB)
Goa Gajah Tempel bei der Elefantenhöhle (20KB)
(Für grössere Bilder, das gewählte Bild anklicken)

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Copyright © 1999, 2002 Daniel Nast