Philippinen 11.2 -27.2.2000
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Motivation
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Anfangs Jahr, Ferien müssen noch vom letztem Jahr bezogen werde, also los und ab in die Ferien. Mein Zwillingsbruder Kurt hatte das gleiche Problem und so war es klar, dass wir Zwei zusammen reisen. Wohin? Was zeigt man einem Bruder der nur Europa gesehen hatte und nun mal etwas Neues wollte. Philippinen! Klar das ist die Idee. Ab ins Americano, Bierchen saufen und diskutieren, wie, was, wo genau mit Prospekten in der Hand. Besuch im Reisebüro und Buchung aufgeben.

Anreise
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Freitag 11.Februar 2000, Flug KLM KL1962 um 16:50 nach Amsterdam. Schon diese Fluggesellschaft war echt übel! Eine Zigarette in Amsterdam Airport zwischen 17:30 und 18:30 Uhr. Ab in die nächste Maschine, eine Boeing 747 KL807 (auch KLM), nach Kuala Lumpur und weiter nach Manila. Also von Service kann man bei dieser Fluggesellschaft nicht grad sprechen. Die Maschinen zerfielen wenigsten nicht schon auf der Rollbahn. Gut, nach etwa 12 Stunden Flug endlich Kuala Lumpur, Zwischenlandung für 1Stunde. Raus aus der Büchse und suchen wo man eine Zigi rauchen kann. Ahhh! Rauchen ist ein echtes Übel. So 15:40 Alle wollen wieder in die muffige Maschine und wir natürlich auch. Noch mal 4 Stunden und endlich sehen wir Manila. Ach, die Hölle auf Erden schon aus der Luft eine riesige Kloake mit 12Millionen Ghettobewohner. Sqriiiitt hüpf rassel knall und das Flugzeug war wie ein nasser Sack auf das Rollfeld geplatscht.

Manila zum Ersten
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Gut getimed wartete ein brutzlig, braunergebrannter Einheimischer mit einem Schildchen, auf dem unser Name stand. Hüpf ins klimatisierte Auto und quer durch den Stossverkehr in Manila. Überall die Jeepneys die wie tiefflieger link und rechts an uns vorbeidonnerten. Diese Teile sind umgebaute Ami Jeeps die hinten verlängert sind. Etwa 8 Leute haben hinten drin platz. Normalerweise sind aber 30 drinnen und noch mal 20 auf dem Dach. Endlich unser Hotel Bayview Park direkt am Roxas Boulevard. Was wir noch nicht wussten, das ist das Hafenviertel und auch gleich das rotlicht Viertel. Einfaches Zimmer mit Sicht auf den Hafen. Eine Dusche das Wichtigste und mal eine einheimische Pfütze (Bier) hinter die staubtrockene Kehle giessen. Ahhh. Leben fliesst in unsere Körper zurück. Gut, nun raus und schauen was so los ist. Toll, wir stolperten von einem Puff ins Nächste, dabei wollten wir ja nur ein Bierchen trinken. Also zurück ins Hotel, Morgen ist ja wieder fliegen angesagt.

Nach Palawan
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Mit Kopfweh und Spiegelbrille auf der Nase durften wir eine braune wässrige Lösung saufen, was nicht im entferntesten nach Kaffe roch. Ab zum Flughafen und um 8:40Uhr mit einer Philippine Airline Maschine PR195 noch Palawan. Wie eine Feder landete um 10Uhr die mürbe wirkende A320 auf dem Tschungelflugplatz in Puerto Prinzesa. Sah ganz nett aus hier. Palmen, Tschungel, tropische Pflanzen, Tiere und Menschen die dir immer ein Papierchen mit News aus den besten Hotels der Stadt abgeben. Mit einem Bus gings dann weiter ins Hotel Asturias. Gutes gepflegtes aber einfaches *** Hotel. Erste Kokosnuss aussaugen und Alles in Augenschein nehmen. Wir hatten hier den ganzen Tag Zeit und waren gleich auf das nächste Trike gestiegen. Also das sind Motorräder in schlimmem Zustand, auf die noch eine Art Fiberglas Cocon mit einem Rad, daran angebaut wird, indem man Platz nimmt. Der Fahrtwind bläst einem ins Gesicht und das ganze kostet eigentlich gar nichts. So Puerto Prinzesa, hier sind wir. Na, die Leute schauten natürlich. Zwei Touristen, und Beide sehen gleich aus. Gut, ab in das Marktgemäuer und rumstöbern. Kurts Augen verzerrten sich leicht, an dem angebotenem Zeugs. Ich kannte ja schon die asiatischen Märkte und erfreute mich an dem breiten Angebot. So, noch ins nächste Internetkaffe und ne E-M@il nach Hause. Etwas entnervt vom Trubel und Gestank dieses eigentlich gut gepfegten Städtchens, wollten wir zurück und Schlafen gehen.

Nach Panaguman
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Gähn, 8Uhr und wir waren schon wieder in dem 6er Bus, mit vier anderen Touristen. Besichtigung des Nationalparks und einem Papillorama mit tellergrossen Schmetterlingen. Nun gings aber los. Auf einem Trampelpfad, dass die Hauptstrasse quer durch Palawan war, holperten wir langsam bis nach Panaguman. Dort links ab und es ging nach Sanur wo unser Hotel war. Also das Panaguman Beatch Resort war geschlossen und wir fanden direkt in Sanur ein nettes Ersatzhotel. Alles waren kleine Bungalows in denen gerade ein Zweierbett passte und etwas abgesetzt eine Nasszelle war. Die Keramikschüssel die einem Klo ähnelte war echt für das Geschäftchen vorgesehen! Dazu gab's einen Eimer und einen Wasserhahn. Klopapier? Ne! Duschen? Ja, über der Kloschüssel hing so etwas Ähnliches. Ein Test zeigte jedoch, dass man einen Fuss in der Kloschüssel haben musste, damit das überhaupt ging. Ok, kein Problem wir haben’s ja gewusst, Abenteuer pur. So, ab in die Kneipe. Ahh! SanMiguel Bierchen. Sofort ein Jass klopfen und etwa 10 Bierchen einwerfen. Die Einheimischen dieses Dorfes staunten ja nicht schlecht! Dort ist man ein Mann, wenn man Karten spielt und saufen kann, ohne Ende.

St. Pauls Nationalpark
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Heute ging’s mit einem Auslegerboot zum Undeground River oder auch Saint Pauls Cave genannt. War nett und neben Varanen und Affen, die unser Mittagessen klauen wollten, sahen wir in der Höhle mickrige Fledermäuschen und Wasserschlangen. Da gab’s noch einen Monkey Trail, 400Meter Holzleiter hoch und da war ein Äffchen. Super Erfolg und wieder runter die Leiter. Da! Unsere vier anderen Touristen gehen zur Banca zurück, wir müssen noch bald hetzten, dass wir es auch noch schaffen. Tuff ... Tufffff....Stotz....Päng wir knattern zurück. Dort was anderes als ein Bierchen und einmal ins Meer hüpfen. So gegen Abend wusste glaube ich jeder, dass da zwei Touris sind die Bierchen saufen. So geschah es dann auch, dass wir als einzige Fremde, eingeladen wurden an der Valentinstag Disco auf dem Dorfplatz teilzunehmen. Ein Getoblaster dröhnte durch die eingenachtete Tschungelstille. Und wir Zwei haben alle Machos aus dem Nest unter den Tisch gesoffen. Thanduaja hiess der lokale Rum und war sehr gut gegen die Horden blutsaugender Mückenmonster geeignet. Die Mücken waren wirklich nur mit einer Alkoholfahne auszuhalten. Gähn irgendwie schafften wir es auch wieder in unser mit Moskitonetzen eingepacktes Bungalow zu kriechen.

El Nido
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17.Februar früh Morgens Aufbruch und mit einer Banca nach El Nido gondeln. Die Fahrt dauerte etwa 8 Stunden und das Wasser peitschte um unsere alkoholgetränkten Körper wie Nadeln. Da endlich wir landen im Dorf El Nido. Die Gegend hier ist einmalig! Riesige, bewachsene Felsen ragen wie Türme aus dem Meer. Gut organisierte Reise! Hier wusste jedoch keiner, dass wir noch auf die Miniloc Insel rüber wollten. Unsere anderen Touristen nervten sich fast zu Tode. Wir Zwei suchten nur eine Biertankstelle zum verschnaufen. Die haben wir dann auch rassig entdeckt und los ging es wieder. Wir lernten einige entnervte Touristen kennen und waren froh, dass wir hier nicht bleiben mussten. Etwa nach 4 Stunden war unsere Banca hier und los ging es. Toll bei Sonnenuntergang über das Meer zu tuckern und Ankunft mit Gesang und Begrüssung auf El Nido Miniloc. Supper ***** Bungalowhotel. Erste Sahne mit Waschservice für unsere dreckigen Klamotten. Bis in die frühen Morgenstunden schütteten wir mit dem Tauchlehrer und dem Inselarzt Drinks in uns hinein. Hier schnorchelte Kurt auch das erste Mal und war von der tollen Unterwasserwelt sichtlich begeistert.

Zurück nach Manila
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So es war der 19. Und wir wurden wieder nach El Nido gebracht. Aber etwas Ausserhalb, da war nämlich eine Tschungelschneise auf der eine Dornier 228 stand. Alle mussten auf eine Waage stehen und so wusste der Pilot der Andres Soriano Aviation auch wie viel Treibstoff er tanken musste. Toll dieser Moskito von Flieger war echte Luxusklasse. Aber leider dauerte das Ganze nur 1,5 Stunden und wir landeten in Manila. Zurück durch den Smog ins Bayview.

Dipolog
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Am Morgen schon wieder zum Flughafen und mit PR165 der Philippines Airline nach Dipolog auf Mindanao. Das ist die grosse, südliche Insel der Pilippinen. Irgendwie war dort alles anders und überall Leute mit Knarren und Militär, Muslimen! Wir wurden ins Dakak Park Beach Resort gefahren. Eine eigentlich super geniale luxus, oberluxus Anlage. Tja, eine Woche vorher war ein Hurrikan darüber gerauscht und der Besitzer sass schon seit 3 Jahren im Knast. So sah es dann auch aus. Das Meer war braun voller Quallen und die Hotelzimmer voller Kakerlaken. Vermutlich waren nur 10 Touristen da, obschon Platz für 1000 wäre. Übel, das gefiel uns gar nicht. Aber wir hielten durch und genossen es auch so. Mit einem Boot fuhren wir dann auch mal zu einer kleinen Insel und genossen einfach das Schnorcheln, Sonnenbaden und Leben.

Rückreise
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Am 26. war dann auch diese Zeit vorbei. Am Flughafen war das Einchecken etwas für sich ganz Eigenes. Als Erstes auf eine Waage, danach Koffer auf und durchwühlende Bullen. Erste Metalldedektorschranke. Danach noch mal Koffer auf, aber hier bei zwei Philippinas. Dort musste ich noch auf ein Podest stehen und ein Abtastung vornehmen lassen. Ich würde sagen es hatte beiden gefallen. *Schmuntzel. Nun endlich 8:20Uhr die Maschine hob ab nach Manila. Also das Beste dabei war glaube ich als einer Touristin ein Innenfenster des Fliegers auf die Schoss viel und die Hostesse dieses per Hand wieder reindrückte. Als wir so gegen Manila flogen bemerkten wir, das seither ein Vulkan ausgebrochen war und wir recht nahe an dem Teil rüberflogen. Nät! Ein Blick direkt in die Hölle. Um 20:30 flog dann wieder die KL808 mit uns nach Amsterdam und von dort aus ging’s weiter nach Zürich.

Bildergalerie
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Strand in Sabang / Palawan (20KB)
Morgenstand hat ... im Mund (20KB)
Hotel in Puerto Princesa (20KB)
Palawan im Landesinneren (20KB)
Ein Reisbauer? (20KB)
El Nido Mini Loc Iland Bar (20KB)
Monkey trail beim Untergrund Fluss (20KB)
Hotelanlage Mindanao (20KB)
(Für grössere Bilder, das gewählte Bild anklicken)

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Copyright © 1999, 2002 Daniel Nast